Mit großer Spannung wurde das jahrelang vermisste Derby zischen SV Löbichau und SSV Traktor Nöbdenitz von Spielern und Fans erwartet. Zunächst neutralisierten sich die beiden Mannschaften, es entwickelte sich ein verteiltes Spiel mit wenigen Torraumszenen. Zu groß war zunächst die Unsicherheit und der Respekt voreinander. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Gäste aber besser ins Spiel. Nach einem Eckball der Nemzer konnte ein Schuss noch vor der Torlinie geklärt werden, bei einem weiteren kam Schweppe einen Schritt zu spät und ein Schuss von Pucknat ging über das Löbichauer Tor (10./22./30.).

Der Gastgeber hatte da nur einen Freistoß aus 30m, der weit über die Querlatte ging, entgegen zu setzen. Die Nemzer bestimmten weiter das Spiel und einen Eckball von Pucknat nutzte Gleiß mit Kopfball zum 0:1 (38. Minute). Im Anschluss daran stand Schieri Helfenstein im Mittelpunkt, dem einige unverständliche Entscheidungen unterliefen. Mit einem Löbichauer Distanzschuss endete die erste Halbzeit.

Auch die zweite Hälfte begann wie die erste. Keine Strafraumszenen, viel Leerlauf und kaum spielerische Klasse prägten das Geschehen. Nur das Schiedsrichterkollektiv sorgte für Diskussionsstoff. Von der 60. Minute an bestimmten die Nemzer das Geschehen auf dem Rasen. Einen Freistoß von Schlenzig verpasste Schweppe nur knapp, aber in der 66. Minute wurde Gleiß steil geschickt und erzielte nach feiner Einzelleistung das verdiente 0:2. Kurz darauf verpasste der Gastgeber das 1:2. Der Schuss aus aussichtsreicher Position strich über das Nemzer Tor. Aus einer sicheren Abwehr heraus starteten die Gäste einige gefährliche Gegenzüge, Liewalds Kopfball nach Freistoß wurde gehalten, einige weitere Gelegenheiten wurden zum Teil unkonzentriert vergeben. Nach 78 Minute bewahrte Ehrentraut die Nemzer vor dem Anschlusstreffer als er vor dem allein auf ihn zulaufenden Stürmer des Gastgebers rettete. Auf der Gegenseite startete Pucknat ein Solo, seine gute Eingabe verwertete Gleiß zu seinem dritten Treffer im Spiel (82.). Damit war das Spiel entschieden. Die Gäste hätten sogar noch erhöhen können, aber Pucknat verpasste eine Hereingabe nur knapp und Liewalds Schuss wurde gehalten (83./85.). Damit hieß der verdiente Sieger SSV Traktor Nöbdenitz, dazu einen herzlichen Glückwunsch. Den Akteuren beider Mannschaften, darf bescheinigt werden, dass der Respekt vor den Leistungen des Gegners immer gewahrt blieb und dass das Derby in fairen Bahnen verlief. So kann man sich auch auf weitere Derbys freuen.

Jürgen Hübner
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