... unter diesem Motto führten die Nemzer am Sonnabend ihren traditionellen Faschingstanz durch. Und die Närrinnen und Narren im wunderschön geschmückten und gut gefüllten Bürgersaal brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Das närrische Treiben begann pünktlich 20.05 Uhr mit dem Einmarsch des Prinzenpaares und des Elferrates. 

In seiner Präsidentenrede ließ Rolf noch einmal die letzten 15 Jahre Revue passieren, ehe das Prinzenpaar und die Minister des Elferrates vorgestellt wurden. Das waren Prinzessin Petra I. und Wolfgang der I. und vom Schweineminister, über den Eunuchenminister bis hin zum Rotlichtminister, war alles vertreten. Steffi übergab jedem der Minister ein typisches Utensil. So erhielt z.B. der Märchenminister ein Märchenbuch und der Einschiffminister eine Pampers.

Diskjockey Marian Weiser machte den Anfang zum Programm mit zünftiger Stimmungsmusik und mit Karin ging die „Party richtig los“. Marlis führte dann die Närrinnen und Narren mit „Damals“ noch einmal in alte Zeiten zurück und Marions „Oh mein Papa“ war super dargeboten. Die Nemzer waren auch einmal auf wilden Meeren, da durfte ein tolles Synchronschwimmen nicht fehlen – ein echter Höhepunkt des Programms, von Thomas, Gert und Jens meisterhaft dargeboten. Ein Medley führte uns in die Zeit des Petticoats und der Ringelsocken. Marlis wollte keine Schokolade, Beate hatte mit 17 noch Träume, Marion tanzte Bozanova, Karin wollte dich nie vergessen und Sibylle meinte, dass sich Liebeskummer nicht lohne. Das waren Lieder aus alter Zeit und dazu passte ein toller „Lollipopp“, den die 5 Künstlerinnen zur Freude der Narrengesellschaft zeigten.

Und wie zur Jahrtausendwende, kam nun ein Märchen mit glücklichem Ende. „Rotkäppchen und der Wolf“ wurde in der eigentlichen Version vorgeführt, damit erreichte die Begeisterung einen weiteren Höhepunkt. Was Sören, 2x Danny, Markus, Thomas und Jörg  an schauspielerischem Talent zeigten, war fernsehreif. Dem stand der Besuch im Orient mit dem Bauchtanz, den Karin, Marion, Beate, Marlis und Sibylle in Perfektion vorführten, in Nichts nach. Wo Stars und  Sternchen auftreten durfte Andrea Berg, alias Lothar, nicht fehlen, allerdings wurde man dabei 1000 mal belogen. Der Tanz „Winnie, Winnie“ vom Männerballett Thomas, Gert, Frank und Jens führte in südliche Gefilde und beim Limbo musste auch das närrische Publikum große Geschicklichkeit beweisen. Dann kam auch endlich Putzfrau Karin, die mit ihren Witzen Lachsalven ausloste. Ihr folgte Lars vom Mars mit Marion und Norbert war schließlich völlig losgelöst.

Im wilden Westen wünschte sich Karin einen Cowboy als Mann und den folgenden Westerntanz von Thomas, Beate, Jens, Sibylle, Gert, Roswitha, Frank, Marion, Karin und Sebastian hatte man in dieser Perfektion wohl noch nie gesehen. Bei Geistern und Dämonen wurden die Närrinnen und Narren durch David mit seinen Nachtlichtshow regelrecht verzaubert. Zum wiederholten Male hallte das „Nemz-Helau“ durch den Saal. Der Schweinetango von Norbert und Beate und das Lied von der Kuh mit Karin , Roswitha und Lothar waren ein Seh- und Ohrenschmaus. Schließlich gab es durch Marlis und Danny und Sören einen Skandal um Rosi und auf der Reeperbahn nachts um halb eins tummelten sich Joachim mit Puppenfrau sowie Hans Albers in Person von Frank Meckel. Putzfrau Karin erschien zum zweiten Male und erneut konnte man sich vor Lachen kaum retten.

Ein heikles Thema wurde mit dem „Pflegenotstand“ angesprochen. Glücklicherweise ist dieser heute noch nicht so, wie von Thomas, Beate, Roswitha, Danny, Marion und Gert dargestellt. Die Närrinnen und Narren waren aber hell begeistert. Damit war das Programm, durch das Steffi und Rolf gekonnt führten fast beendet

Mit Viva Colonia legten alle Akteure einen tollen Ausmarsch hin, verdienstvolle Mitglieder des Faschingsvereins, Sponsoren und treue Faschingstanzbesucher wurden mit den begehrten Faschingsorden ausgezeichnet. Die Polonaise der Kostüme wurde mit dem Tanz des Prinzenpaares eingeleitet. Bis in die frühen Morgenstunden waren Tanz und Stimmung groß geschrieben. Großen Anteil daran hatte Diskjockey Marian mit seiner gekonnten Musikauswahl, aber auch die singenden Hüte (Thomas, Jens und Gert), die zu später Stunde einen tollen Höhepunkt brachten. Dazwischen hatte die Jury das schwere Amt zu erfüllen, aus den vielen herrlichen Kostümen die Preisträger herauszufinden. Der erste Preis – ein Spanferkel  - ging schließlich an Schneewittchen und die sieben Zwerge.

Der Faschingsclub, der Elferrat und das Prinzenpaar bedanken sich bei allen Akteuren des Programms, bei unseren Sponsoren - Agrargenossenschaft Nöbdenitz, Gäbler GbR, Buchhandel Görke, Autohaus Bürger, Brandschutz Schalla, Bäckerei Hübner, Bäckerei Reichardt, Fleischerei Heilmann, Blumen Jahn, Sportlerheim Nöbdenitz, Koch Straßenbau, bei der Disco Marian Weisser, bei Carmen, bei allen fleißigen Helfern und bei unseren wunderbaren  Närrinnen und Narren. Am Ende gab es eine gemeinsame Meinung: Im nächsten Jahr sehen wir uns zum Nemzer Fasching wieder.

Nemz-Helau

Rolf Junghanns

 

Maik Drescher
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